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Virtuelle Übergabe, reale Hilfe: Deutschland übergibt Masken, Schutzanzüge und Desinfektionsmittel zum Kampf gegen Covid-19 an die Ukraine

03.04.2020 - Pressemitteilung

Heute übergab Botschafterin Anka Feldhusen in einer virtuellen Zeremonie eine Lieferung von Schutzausrüstung im Kampf gegen Covid-19 an die Einsatzkräfte des ukrainischen Katastrophenschutzes (DSNS). Die Ausrüstung mit einem Gesamtwert von 175.000 Euro beinhaltet 13 chemische Schutzanzüge, knapp 100 Vollgesichtsmasken, 40 Halbgesichtsmasken sowie 200 Rucksackdesinfektionsgeräte.

„Der Kampf gegen Covid-19 ist eine internationale Gemeinschaftsaufgabe. Wir stehen solidarisch zu unseren Partnern und unterstützen auch die Ukraine, wo wir können,“ so Anka Feldhusen bei der Übergabe.

Das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanzierte Projekte knüpft an eine seit 2015 bestehende Kooperation mit der ukrainischen Staatsagentur für Notfallmanagement an, die darauf ausgelegt ist, die Kapazitäten der Agentur aufzubauen. In den letzten Jahren konnten über die bundeseigene Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) 150 Einheiten der DSNS in 120 Kommunen mit neuer Ausrüstung ausgestattet werden, darunter Atemschutzgeräte, Schutzanzüge, Feuerwehrschläuche, Wasserpumpen, sowie 12 Krankenwagen und 37 Vorrüstfahrzeuge. Weit über 5.000 Einsatzkräfte können mit deutscher Unterstützung sicherer und effektiver arbeiten.

„Viele unserer Projekte der letzten Jahre machen sich jetzt auch in dieser Krise bezahlt. Sei es die Stärkung des Katastrophenschutzes, unser Engagement für die Gemeinden und Kommunen im Rahmen der Dezentralisierung oder unsere humanitären Hilfsmaßnahmen, u.a. im Rahmen von internationalen Organisationen wie UNHCR, IKRK oder der WHO – unser Engagement stärkt die Ukraine auch in dieser Krise.“

Beispiel dafür sind die im Rahmen der Kooperation mit dem DSNS zur Verfügung gestellten Fahrzeuge, die im Regelfall eingesetzt werden, um verletzten Menschen das Leben zu retten. Ausgestattet mit leistungsstarken Lautsprechen werden sie derzeit präventiv genutzt, um Menschen landesweit über die Gefahren und die Möglichkeiten zur Eindämmung des Virus und die bestehende Rechtslage zu informieren.

Neben der Lieferung von medizinischen Hilfsgütern unterstützt Deutschland die Ukraine bei der Bekämpfung von Covid-19 mit 150 Mio. Euro aus dem 2015 von Deutschland zur Verfügung gestellten ungebundenen Finanzkredit. Darauf hatten sich Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Selensky bei ihrem Telefonat am 31. März geeinigt.

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