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Deutschland und die Schweiz unterstützen kleinere und mittlere Städte und Gemeinden bei der Einführung von energieeffizienten Maßnahmen

21.10.2020 - Artikel

Ukrainische Städte und vereinigte Stadtgemeinden werden zur Teilnahme am Vorhaben „Förderung von Energieeffizienz und Umsetzung der EU-Energieeffizienz-Richtlinie in der Ukraine“ eingeladen, welches im Auftrag der Regierungen Deutschlands und der Schweiz durchgeführt wird.

Vor Reisen in die Ukraine wird gewarnt. Deutsche Staatsangehörige sind dringend aufgefordert, das Land zu verlassen. Falls Sie das Land nicht auf einem sicheren Weg verlassen können, bleiben Sie vorläufig an einem geschützten Ort. Eine Evakuierung durch deutsche Behörden ist derzeit nicht möglich. Der Luftraum ist geschlossen. Eine Ausreise ist grundsätzlich auf dem Landweg möglich.
Die Deutsche Botschaft hat den Dienstbetrieb in Kiew in eingeschränkter Form wieder aufgenommen, nimmt bis auf Weiteres jedoch keine konsularischen Aufgaben wahr. Das Generalkonsulat in Donezk (mit Sitz in Dnipro) ist weiterhin geschlossen, ebenso das Büro der Honorarkonsulin in Charkiw.

Sie erreichen die Botschaft per E-Mail über das Kontaktformular.

Die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts finden Sie hier ; ein FAQ und weitere aktuelle Informationen unter www.diplo.de/ukraineaktuell

Vorhaben „Förderung von Energieeffizienz und Umsetzung der EU-Energieeffizienz-Richtlinie in der Ukraine“
Vorhaben „Förderung von Energieeffizienz und Umsetzung der EU-Energieeffizienz-Richtlinie in der Ukraine“© GIZ Ukraine

Der erhebliche Anstieg der Energiepreise in den letzten Jahren belasten die Haushalte der lokalen Selbstverwaltungen und nicht zuletzt auch die privaten Endverbraucher in den ukrainischen Kommunen.

Viele Städte und vereinigte Stadtgemeinden, die sich im Zuge der Dezentralisierungsreform seit 2014 unter freiwilliger Fusionierung zusammenschließen, verfügen über beschränkte Ressourcen und haben meist keinen Zugang zur Finanzierung energieeffizienter Maßnahmen. Auf dem Weg zu mehr kommunalen Energieeinsparungen stellen der Mangel an personellen und organisatorischen Kapazitäten und Kompetenzen zur Bewältigung des notwendigen Energiemanagements öffentlicher Gebäude sowie wenig Fachkenntnisse für die Entwicklung umsetzungsreifer und finanzierungsfähiger Projektvorschläge im Bereich Energieeffizienz große Hindernisse dar.

32 ukrainische Städte und vereinigte Stadtgemeinden, die ihre Bewerbung in einem offenen Auswahlverfahren abgeben können, erhalten Unterstützung, wie sie kommunale Energieeffizienzmaßnahmen verbessern können und ihre Energiekosten und damit Haushaltsmittel einsparen können. Die ausgewählten Projektpartner bekommen technische und organisatorische Beratungsleistungen in folgenden Bereichen:

  • Implementierung kommunaler Energiemanagementsysteme (KEM);
  • Schaffung und Verbesserung der organisatorischen Strukturen und Prozesse;
  • Einführung der strategischen Energieplanung in besonders engagierten Städten und Stadtgemeinden;
  • Förderung städtischer Investitionen zur Verbesserung der Energieeffizienz;

Die Schulungen werden in Form von Webinaren, individuellen Beratungen und regelmäßigen Koordinationstreffen durchgeführt. Die Leistungen richten sich nicht nur an die für das Energiemanagement zuständigen Fachexperten, sondern auch an Vertreter*innen der Verwaltung und Politik, sowie Mitarbeiter*innen aus den zuständigen Fachabteilungen und der Gebäudeverwaltung.

„Wir laden ukrainische Städte und vereinigte Stadtgemeinden zur Teilnahme an der Ausschreibung ein! Das ist eine einzigartige Chance, Expertenberatung zu erhalten und einen erheblichen Anteil der Haushaltsmittel künftig einzusparen. 20 Partnerstädte konnten bisher im Rahmen des vorigen Vorhabens “Energieeffizienz in Kommunen II„ ihre Energiekosten um 16% senken und 258 Energieeffizienz-Maßnahmen umsetzen. Dafür erhielten die teilnehmenden Kommunen eine Ko-Finanzierung aus einschlägigen Förderprogrammen. Jetzt erwarten wir noch weitere Erfolge“, − berichtete Ricardo Külheim, Leiter des Vorhabens „Förderung von Energieeffizienz und Umsetzung der EU-Energieeffizienz-Richtlinie in der Ukraine“.

Die Einführung des kommunalen Energiemanagements (KEM) führt zur Ermittlung von mehr Einsparungspotenziale, die mit der Umsetzung energieeffizienter Maßnahmen genutzt werden können. Die durchschnittlichen Energiekosten binden ca. 12% der jährlichen Haushalte und machen damit den zweitgrößten Ausgabenposten nach den Personalkosten in den ukrainischen Kommunen aus. Zusätzlich zur den erheblichen Kosteneinsparungen gelten die Modernisierung öffentlicher Gebäude und die Implementierung energieeffizienter Maßnahmen als Vorbild für die Bevölkerung und können weiter als Ideengeber einen positiven Einfluss auf die Umsetzung energieeffizienter Maßnahmen durch private Haushalte oder Unternehmen bewirken.

Um am Auswahlverfahren teilzunehmen, muss ein Antrag unter dem folgenden Link ausgefüllt und eingereicht werden.

Wichtig: 

  • am Auswahlverfahren können Städte und vereinigte Stadtgemeinden mit einer Bevölkerungszahl unter 200 000 Einwohnern (geringe Abweichungen sind zulässig) teilnehmen;
  • die Anzahl der Gebäude im kommunalen Eigentum (oder unter kommunaler Verwaltung) soll mindestens 20 Objekte betragen, und diese sollen mindestens zweier unterschiedlicher Kategorien angehören (zum Beispiel: Schulen, Kindertagesstätten, Verwaltungsgebäude, Kulturpaläste, Sporthallen etc.).

Anträge werden bis zum 6. November 2020, 23.59 Uhr, angenommen.

Wenn Sie Fragen zum Auswahlverfahren haben, bitte wenden Sie sich an: andrii.panashchuk@giz.de

Hinweis: Das Vorhaben „Förderung von Energieeffizienz und Umsetzung der EU-Energieeffizienz-Richtlinie in der Ukraine wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH durchgeführt. Die Ziele des Vorhabens sind: Förderung der Umsetzung der EU-Energieeffizienz-Richtlinie, Reduzierung der Energieverbräuche auf der kommunalen Ebene und mehr kommunales Energiemanagement, Schaffung modernen Bedingungen für die berufliche Qualifizierung im Bereich Energieeffizienz. Das Vorhaben wird von den Regierungen Deutschlands und der Schweiz finanziert.

 

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