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Rettungstage  Gebiet Riwne

03.07.2019 - Artikel

Gemeinsam mit Vertretern der Staatlichen Agentur für Notfallmanagement (DSNS) eröffnete Tobias Schrader, Referent für wirtschaftliche Zusammenarbeit an der Deutschen Botschaft Kiew, in der Region Riwne die ersten Rescue Days der Ukraine. Im Rahmen der fünftägigen Veranstaltung lernen 200 Rettungskräfte aus der Ukraine und Vertreter ausländischer Staaten neue Rettungstechniken kennen und trainieren gemeinsam den Ernstfall. Bereits am ersten Tag wurde von den rund 800 Feuerwehrleuten und knapp 2000 Zuschauern das Ende Juni auslaufende und von Deutschland finanzierte Vorhaben „Stärkung der Kapazitäten des ukrainischen Katastrophenschutzes“ als besonders erfolgreich gewürdigt.

Rescue Days Ukraine 2019
Rescue Days Ukraine 2019© Deutsche Botschaft Kiew

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die gemeinsam mit WEBER-HYDRAULIK, einem internationalen Hersteller von hochwertigen Rettungsgeräten, ebenfalls an der Eröffnungsfeier teilnahm, arbeitet seit 2015 eng mit DSNS zusammen.

Die deutsche Regierung fördert alle maßgeblichen Akteure des ukrainischen Katastrophenschutzes. So wurden DSNS und das ukrainische Rote Kreuz seit dem Jahr 2015 mit knapp 20 Mio. Euro unterstützt. Dabei wurden für ein effektives Katastrophenrisikomanagement bei Notfällen und Krisen 156 Einheiten in 122 Kommunen mit neuer Ausrüstung ausgestattet. In 52 Schulungen, Übungen und auf Delegationsreisen lernten rund 1000 Einsatzkräfte mehr über Ortung von Verletzten, den Umgang mit modernem Rettungsgerät, Notfallmedizin und den Einsatz von Rettungs- und Therapiehunden. „Durch den Einsatz moderner technischer Ausrüstung, Ausbildung an den Geräten und Beratung verringerte sich die Gefahr gesundheitlicher Schäden für die Einsatzkräfte erheblich. Unsere langjährige Unterstützung hat dazu beigetragen, dass die Anzahl der Brandopfer seit Beginn unserer Förderung um 30 Prozent gesunken ist“, sagte Tobias Schrader.

GIZ und Technisches Hilfswerk (THW) werden in den nächsten Monaten ein neues gemeinsames Vorhaben mit DSNS umsetzen. Bei dem Projekt steht der Aufbau eines gemeinsamen Trainingszentrums für staatliche und kommunale Einsatzkräfte im regierungskontrollierten Teil im Oblast Donezk im Zentrum. Dort soll die Erarbeitung von Curricula und Einsatzgrundsätzen erfolgen, um sicherzustellen, dass Verantwortlichkeiten und Rollenverteilung im Einsatzfall geklärt und sowohl kommunale als auch nationale Einsatzkräfte nach denselben Grundsätzen und Richtlinien (hinsichtlich Einsatzabläufe, Leitung und Führung, Gefahren an der Einsatzstelle, Umgang mit Ausrüstung) ausgebildet werden.

Zusätzlich wird die bereits existierende Sondereinheit des DSNS, das Mobile Rettungszentrum, in Kiew gestärkt. Diese Einheit wird bei CBRN-Lagen (chemisch/biologisch, radiologisch/nuklear), Gebäudeeinstürzen und vergleichbaren Situationen eingesetzt. Für das Vorhaben stehen 5 Mio. Euro zur Verfügung.

Mit dem Vorschlag werden Beiträge zur Umsetzung der ukrainischen Agenda 2030 geleistet und zwar zu den Nachhaltigkeitszielen (SDG) 3 (Gesundheit und Wohlergehen), 4 (Bildung), 9 (Infrastruktur), 10 (weniger Ungleichheiten in und zwischen den Ländern), 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden) sowie 16 (Starke Institutionen).

 


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