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Ausrüstung rettet Leben: Stadt München unterstützt Kiew mit sechs Fahrzeugen zur Lebensrettung

22.01.2019 - Artikel
Übergabe von sechs Fahrzeugen
Übergabe von sechs Fahrzeugen© Deutsche Botschaft Kiew

Mit der zur Rettung von Verschütteten und Verletzten nach Unfällen unterstützt die Stadt München den kommunalen Katastrophenschutz ihrer Partnerstadt Kiew.

Bei den Fahrzeugen mit einem Gesamtwert von ca. 700.000 Euro, die ein konnte, handelt es sich um drei dringend benötigte Rüstfahrzeuge, sowie zwei Fahrzeuge mit Drehleitern und eines mit einem hydraulischen Rettungsarm. Sie werden im Katastrophenfall und bei Großschadenslagen in Kiew zum Einsatz kommen. In den Fahrzeugen befinden sich unter anderem Betonsägen, ein Geophon zur Ortung Verschütteter, eine Drohne, ein Spektrometer sowie hydraulische Rettungsgeräte.

Vertreter der Botschaft übergibt Feuerwehrautos an Bürgermeister Klitschko
Vertreter der Botschaft übergibt Feuerwehrautos an Bürgermeister Klitschko© Deutsche Botschaft Kiew

„Mittel- und langfristig müssen die ukrainischen Akteure, die im Katastrophenschutz tätig sind, in der Lage sein, aus eigener Kraft Schutz und Hilfe der Bevölkerung zu gewährleisten. Sie erhalten deswegen von Deutschland sowohl materielle Unterstützung als auch Beratungen und nötige Schulung ihres Personals“, sagte Tobias Schrader, zuständig für wirtschaftliche Zusammenarbeit an der Botschaft Kiew. „Die Fahrzeuge, die auf ausdrücklichen Wunsch der Stadt Kiew angeschafft wurden, sind ein großer Schritt in diese Richtung.“

Deutschland fördert im Rahmen des Projekts „Stärkung der Kapazitäten des ukrainischen Katastrophenschutzes“ alle maßgeblichen Akteure des ukrainischen Katastrophenschutzes. So wurden die staatliche Agentur für Notfallmanagement DSNS und das ukrainische Rote Kreuz seit 2015 mit mehr als 18 Mio. Euro unterstützt. Seitdem konnten 150 Einheiten in 120 Kommunen mit neuer Ausrüstung ausgestattet werden: Unter anderem gingen 2000 Atemschutzgeräte, 5500 Vollgesichtsmasken, 4100 persönliche Schutzanzüge, 240 Kilometer Feuerwehrschlauch, 50 Wasserpumpen, 60 Tonnen Schaumlöschmittel, 12 robuste Krankenwagen, 37 Vorausrüstfahrzeuge und jeweils 3500 Paar Feuerwehrhandschuhe, Feuerwehrstiefel und Helme an die Partner. In ca. 50 Schulungen, Übungen und auf Delegationsreisen lernten seit Projektbeginn rund 1000 Einsatzkräfte mehr über Ortung von Verletzten, den Umgang mit modernem Rettungsgerät, Notfallmedizin und den Einsatz von Rettungs- und Therapiehunden oder Höhenrettung.

Und das Wichtigste: Durch den Einsatz der technischen Ausrüstung und Beratung ist die Gefahr gesundheitlicher Schäden für die Einsatzkräfte deutlich gesunken. Auch die Anzahl der Brandopfer konnte seit Beginn des Projektes um 30 Prozent gesenkt werden.

Ausführliche Informationen zum Engagement der GIZ im Bereich Katastrophenschutz in der Ukraine

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