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Berliner Agrarministerkonferenz: Ukraine und 70 weitere Länder beschließen Abschlusskommuniqué zu Handel

18.01.2020 - Artikel

71 Agrarminister haben sich bei der 12. Berliner Agrarministerkonferenz beim Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) am 18.01.2020 auf ein ambitioniertes Abschlusskommuniqué geeinigt.

Vor Reisen in die Ukraine wird gewarnt. Deutsche Staatsangehörige sind dringend aufgefordert, das Land zu verlassen. Falls Sie das Land nicht auf einem sicheren Weg verlassen können, bleiben Sie vorläufig an einem geschützten Ort. Eine Evakuierung durch deutsche Behörden ist derzeit nicht möglich. Der Luftraum ist geschlossen. Eine Ausreise ist grundsätzlich auf dem Landweg möglich.
Die Deutsche Botschaft hat den Dienstbetrieb in Kiew in eingeschränkter Form wieder aufgenommen, nimmt bis auf Weiteres jedoch keine konsularischen Aufgaben wahr. Das Generalkonsulat in Donezk (mit Sitz in Dnipro) ist weiterhin geschlossen, ebenso das Büro der Honorarkonsulin in Charkiw.

Sie erreichen die Botschaft per E-Mail über das Kontaktformular.

Die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts finden Sie hier ; ein FAQ und weitere aktuelle Informationen unter www.diplo.de/ukraineaktuell

Der Agrarhandel wird als wichtiges Instrument zur Sicherung der Welternährung hervorgehoben, weil sich einige Staaten nicht selbst mit Nahrungsmitteln versorgen könnten. Bedeutende Agrarproduzenten wie die Ukraine leisten über den Agrarhandel einen wichtigen Beitrag zur Welternährung.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner sagte: „Internationaler Handel bekämpft Hunger, schont Ressourcen, kann maßgeblich zu Stabilität und Frieden beitragen!“ Ohne Handel werde es keine Sicherung der Welternährung geben, weil sich einige Staaten nicht selbst versorgen könnten.„ Klöckner ergänzte: “Damit das gelingt, müssen wir den Handel ausbauen, uns gemeinsam dafür einsetzen, dass die besonderen Anliegen der Landwirtschaft berücksichtigt werden.„ Landwirte müssten Gewinner des Handels sein, auch die Kleinbauern. Dazu gehörten Fairness und Transparenz.

Die Ukraine war auf der Konferenz durch die Vizewirtschaftsminister Taras Katschka und Taras Wysozky vertreten. Katschka betonte auf der Konferenz die Bedeutung eines regelbasierten Handels sowohl für die Landwirtschaft als auch für die Sicherung der Welternährung.

Nirgendwo kommen so viele Agrarminister zusammen wie bei der Berliner Agrarministerkonferenz, die bereits zum 12. Mal vom deutschen Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ausgerichtet wurde. Die Minister verabschiedeten ein gemeinsames Kommuniqué, das an Aidarbek Saparov, Vize-Minister von Kasachstan, als Gastgeber der nächsten WTO-Ministerkonferenz, Alan Wolff, stellvertretender Generalsekretär der WTO, und Dr. Qu Dongyu, FAO-Generaldirektor, überreicht wurde.

Abschlusskommuniqué zum Download (DE/EN)

GFFA Kommuniqué 2020 - Deutsch

GFFA Communiqué 2020 - Englisch

Die Beschlüsse der Agrarministerkonferenz sind ein starkes Zeichen für regelbasierten Freihandel. 

Internationaler Digitalrat wird eingerichtet

Ein wichtiger Schritt nach vorne konnte bei der Agrarministerkonferenz auch im Bereich der Digitalisierung erreicht werden. Dieses Thema hatten die Minister im vergangenen Jahr diskutiert und die Welternährungsorganisation FAO um die Erarbeitung eines Konzepts zur Einrichtung eines Internationalen Digitalrats gebeten. Dieses wurde bei der Konferenz 2020 diskutiert und unterstützt. Die FAO erhält damit den Auftrag zur Umsetzung. Der Digitalrat soll die Staaten in Fragen der Digitalisierung beraten und den Austausch von Ideen und Erfahrungen vorantreiben. In der landwirtschaftlichen Erzeugung erfolgreiche Länder wie die Ukraine dürften dem Prozess der Digitalisierung wichtige Impulse geben können.

 

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