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Nachzug zu freizügigkeitsberechtigten Familienangehörigen

19.03.2021 - Artikel

Wichtige Information und Merkblatt

Vater, Mutter und zwei kleine Kinder am Frühstückstisch
Gemischtnationale Familie© Colourbox

Wenn Sie zu einem in Deutschland lebenden Familienangehörigen, der Staatsangehöriger eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union oder eines EWR-Staates (Island, Norwegen und Liechtenstein) ist, nachziehen möchten, beachten Sie bitte Folgendes:

Der Nachzug ausländischer Familienangehöriger zu in Deutschland wohnhaften Unionsbürgern oder Bürgern eines EWR-Staates richtet sich nach dem FreizügG/EU.

Familienangehörige, die sich auf dieses Recht berufen können, sind:

  • der Ehegatte/die Ehegattin
  • der Lebenspartner/die Lebenspartnerin
  • und die noch nicht 21-jährigen Kinder/Enkelkinder des Unionsbürgers (oder des Bürgers eines EWR-Staates), seines Ehegatten/seines Lebenspartners sowie des Familien-angehörigen, der ein Daueraufenthaltsrecht erworben hat
  • Verwandte in gerade aufsteigender oder absteigender Linie, denen durch den Unionsbürger (oder des Bürgers eines EWR-Staates) Unterhalt gewährt wird.
    → Eine solche Unterhaltsgewährung liegt vor, wenn dem Verwandten tatsächlich Leistungen zukommen, die vom Ansatz her als Mittel der Bestreitung des Lebensunterhalts angesehen werden können. Dazu gehört eine fortgesetzte regelmäßige Unterstützung in einem Umfang, der es ermöglicht, zumindest einen Teil des Lebensunterhalts regelmäßig zu decken.

Wenn Sie auf Grund Ihrer Staatsangehörigkeit ohne Visum für den Zeitraum von 90 in 180 Tagen in die Bundesrepublik Deutschland einreisen dürfen, ist die Beantragung eines nationalen Visums für den Nachzug zum freizügigkeitsberechtigten Familienangehörigen nicht notwendig. Sind Sie im Besitz eines ukrainischen biometrischen Reisepasses, müssen Sie folglich kein Visum an der deutschen Botschaft beantragen.

Es wird Ihnen direkt von der zuständigen Ausländerbehörde in Deutschland eine Aufenthaltskarte für Familienangehörige von Unionsbürgern oder Bürgern eines EWR-Staates ausgestellt.

Dafür müssen Sie folgende Angaben, bzw. den Besitz nachfolgender Dokumente, nachweisen:

  • einen anerkannten oder sonst zugelassenen gültigen Pass oder Passersatz
  • einen Nachweis über das Bestehen der familiären Beziehung, bei Verwandten in absteigender und aufsteigender Linie einen urkundlichen Nachweis über die Unterhaltsgewährung
  • eine Meldebestätigung des Unionsbürgers (oder des Bürgers eines EWR-Staates), den die Familienangehörigen begleiten oder dem sie nachziehen

In sonstigen Fällen ist ein nationales Visum zu beantragen.

Informationen zum Verfahren (Antragsformular, Terminbuchung, ggf. Hinweise für Minderjährige etc.) finden Sie auf den Seiten Eheschließung und Ehegattennachzug und Kindernachzug.

Eine Übersicht der Unterlagen, die im Visumverfahren vorzulegen sind finden Sie im nachfolgenden Merkblatt:

Beantragung eines Visums zum Nachzug zu freizügigkeitsberechtigten Familienangehörigen


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