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Die Referate

Neues Kanzleigebäude der Botschaft

Kanzleigebäude der Deutschen Botschaft Kiew
Kanzleigebäude der Deutschen Botschaft Kiew © Deutsche Botschaft

Die Bundesrepublik Deutschland ist seit 1989 mit einem Generalkonsulat in Kiew vertreten, das nach Aufnahme der diplomatischen Beziehungen mit der nunmehr unabhängigen Ukraine im Januar 1992 in eine Botschaft umgewandelt wurde. Die ursprünglichen Räumlichkeiten wurden schnell zu klein, so dass die Mitarbeiter neben der eigentlichen Botschaftskanzlei auf fünf weitere Örtlichkeiten verteilt waren. Durch das neue Botschaftsgebäude wurde diese schwierige Situation beendet und die meisten Abteilungen unter einem Dach vereint. Ende September 2002 haben der Botschafter sowie die Abteilungen für Politik, Kultur, Presse, Wirtschaft, die Verwaltung, der Sprachendienst und der Militärattachestab die neuen Räumlichkeiten in der Wul. Bohdana Chmelnytzkoho 25 bezogen. Anfang Januar 2003 ist auch die Rechts- und Konsularabteilung in das neue Kanzleigebäude eingezogen.

Die Kanzlei der Botschaft liegt im historischen Zentrum Kiews gegenüber der Oper. Es handelt sich um einen klaren, geometrischen Baukörper, der sich, so die Absicht der Architekten, ohne Störung in die städtebauliche Umgebung einfügt, auch wenn er klare Kontraste setzt. Das Grundstück in der Wul. Bohdana Chmelnytzkoho 25 ist 1800 qm groß, die Grundfläche des Kanzleigebäudes beträgt ungefähr 1500 qm. Innen ordnen sich Büros und Mehrzweckräume um ein mit Glas überdachtes Atrium, in dessen Mitte ein Baum wächst. Die fünf Etagen bieten Raum für den Großteil der Mitarbeiter der Botschaft. Das Gebäude verfügt außerdem über Konferenz- und Veranstaltungsräume.
Der Bau wurde nach einem Entwurf des jungen Rosenheimer Architekturbüros Martini & Großmann errichtet, das beim EU-weit ausgeschriebenen Wettbewerb den 1. Preis gewann. Der Entwurf stieß bei den Kiewer Planungsbehörden wegen seines modernen Designs allerdings auf Widerstände, so dass die Baugenehmigung erst nach Überarbeitung des Entwurfs (z.B. Rückversetzung des Baukörpers) am 24.2.2000 erteilt wurde. Der Grundgedanke, sich auf moderne, „angemessene und zugleich selbstbewusst noble Art" (so das Votum der Jury am 18.5.1999 in Berlin) zu präsentieren, wurde jedoch beibehalten. Bauausführender Generalunternehmer war die deutsche Firma Wiemer&Trachte.
Der feierliche erste Spatenstich zum offiziellen Baubeginn wurde am 2. Oktober 2000 vorgenommen. Am 6. Dezember 2001 wurde in Gegenwart von Bundeskanzler Schröder und des ukrainischen Präsidenten Kutschma das Richtfest gefeiert. Am 3. Oktober 2002 fand mit der symbolischen Schlüsselübergabe die festliche Eröffnung des neuen Gebäudes der Deutschen Botschaft statt. Damit ist Deutschland nach den Niederlanden das zweite westliche Land, das in der Ukraine eine eigene, speziell zu diesem Zweck errichtete Botschaft bezogen hat.

Residenz

Residenz heißt die offizielle Wohnung des Botschafters, die auch und vor allem gesellschaftlichen und Repräsentationszwecken dient. Der deutsche Botschafter in Kiew nutzt derzeit eine Etagenwohnung in der wul. Antonowytscha.

Politisches Referat

Das politische Referat der Botschaft beobachtet und analysiert die ukrainische Innen- und Außenpolitik. Es versucht, sich ein möglichst umfassendes und genaues Bild von der Konstellation der politischen Kräfte im Lande zu machen. Zu diesem Zweck unterhält es Kontakte zu einer Vielzahl von Gesprächspartnern , wie z.B. zu Mitgliedern der Regierung, der Präsidialadministration und des Parlaments, zu Vertretern politischer Parteien, Politologen und Akteuren der Zivilgesellschaft.

Außerdem verfolgt das politische Referat die Entwicklung in der Ukraine in Hinblick auf das Verhältnis der Ukraine zur Europäischen Union, NATO, OSZE, Europarat und den Vereinten Nationen. Von Bedeutung ist auch die Regionalpolitik der Ukraine und ihre Mitgliedschaft in regionalen Zusammenschlüssen (GUS, Schwarzmeer-Kooperationsrat, GUAM).

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Referat für Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Das Referat für Presse und Öffentlichkeitsarbeit informiert die ukrainischen Medien und die Öffentlichkeit über die Politik der Bundesregierung und über Deutschland im allgemeinen. Dies geschieht durch Pressemitteilungen, Interviews des Botschafters und des Pressereferenten sowie durch Informationen, die auf der Homepage der Botschaft zugänglich gemacht werden. Der Pressereferent hält den Kontakt zu ukrainischen Medienvertretern. Er ist Sprecher der Botschaft und beantwortet Anfragen, die Journalisten an die Botschaft richten. Eine weitere wichtige Aufgabe des Pressereferats besteht in der Auswertung der ukrainischen Medien. Dabei interessieren sowohl die Berichterstattung über Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft in der Ukraine als auch Artikel mit Deutschlandbezug. Zudem berichtet das Pressereferat dem Auswärtigen Amt und dem Presse- und Informationsamt der Bundesregierung über das ukrainische Medienbild.

Durch Versand von Informationsmaterial, Beantwortung von Einzelfragen, Pflege der Homepage sowie durch gelegentliche Vorträge und Präsentationen informiert das Pressereferat die ukrainische Öffentlichkeit über das moderne Deutschland. Außerdem verteilt die Abteilung Druckschriften und Zeitschriften in deutscher Sprache, wie die Publikation "Fakten über Deutschland" und das alle zwei Monate erscheinende Magazin "Deutschland".

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Rechts- und Konsularreferat

Zum Aufgabengebiet des Rechts- und Konsularreferats gehören die Bearbeitung rechtlicher Grundsatzfragen, Fragen im Bereich Menschenrechte und die Berichterstattung über die Entwicklungen in der ukrainischen Rechtspolitik.

Die Arbeit im Konsulat umfasst Bereiche, die in Deutschland von einer Vielzahl von Behörden bearbeitet werden. So ist das Konsulat Standesamt, Ausländeramt, Notariat, Passbehörde, Jugendamt und Sozialamt in einem und bietet darüber hinaus noch eine Vielzahl unterschiedlicher Dienstleistungen an:

  •     Hilfestellung für in Not geratene Deutsche
  •     Bearbeitung von Visumsangelegenheiten
  •     Übersiedlungsangelegenheiten deutscher Spätaussiedler und jüdischer Emigranten
  •     Staatsangehörigkeits- und Passrechtsangelegenheiten
  •     Rechtshilfeersuchen in Zivil- und Strafsachen
  •     Betreuung inhaftierter Deutscher
  •     Rentenangelegenheiten.

    Visaangelegenheiten
    Rechts- und Konsularangelegenheiten

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Kulturreferat

Das Kulturreferat widmet sich dem Austausch von Wissenschaftlern, Studenten und Schülern, und engagiert sich in Bereichen wie Festivals, Ausstellungen, Theater, Musik, und Literatur. Das Referat koordiniert die Stipendienangebote der Zentralstelle für Auslandsschulwesen und des Pädagogischen Austauschdienstes und hält Kontakt zu deutschen Lektoren, Lehrern, deutschen Auslandsstipendiaten, Schulen und Hochschulen. Es arbeitet außerdem eng mit den deutschen Mittlerorganisationen in der Ukraine zusammen. Zu diesen zählen vor allem das Goethe-Institut und der Deutsche Akademische Austauschdienst.

Das Kulturreferat unterrichtet das Auswärtige Amt über wesentliche Entwicklungen in der ukrainischen Kultur- und Erziehungspolitik und organisiert eigene kulturelle Veranstaltungen. Zudem stellt es interessierten ukrainischen Partnern, wie etwa Schulen und Hochschulen, kulturpolitische Materialien wie Filme und Publikationen zur Verfügung.

Eine weitere wichtige Aufgabe des Kulturreferats stellt die Betreuung der deutschen Minderheit in der Ukraine dar. Hier liegt der Schwerpunkt auf der kulturellen Förderung.

Weitere Themen, mit denen sich das Kulturreferat befasst, sind das Kriegsgräberabkommen, die Kulturgüterrückführung, Religionsgemeinschaften und humanitäre Hilfe.

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Wissenschaftsreferat

Das Wissenschaftsreferat fördert die Zusammenarbeit zwischen deutschen und ukrainischen Wissenschaftlern und Wissenschaftsorganisationen und unterrichtet über Förder- und Kooperationsmöglichkeiten sowie über die deutsche Wissenschaftspolitik.

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Wirtschaftsreferat

Das Wirtschaftsreferat beobachtet die Wirtschaftspolitik und wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Es vertritt die Interessen deutscher Unternehmen, die mit ukrainischen Partnern Handel treiben und in der Ukraine investieren, erteilt Auskünfte bezüglich der deutsch-ukrainischen Wirtschaftsbeziehungen und arbeitet eng mit den Organisationen der deutschen Wirtschaft in der Ukraine zusammen, darunter der Deutsch-Ukrainischen Industrie- und Handelskammer.

Das Wirtschaftsreferat der Botschaft befasst sich zudem mit Fragen der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit.

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Referat Ernährung und Landwirtschaft

Das Referat für Ernährung und Landwirtschaft unterstützt den Dialog zwischen Deutschland und der Ukraine im Agrar- und Ernährungsbereich. Wichtiges Element der Zusammenarbeit sind vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft unterstützte Kooperationsprojekte zur Förderung des ukrainischen Agrarreformprozesses und einer nachhaltigen, modernen Landwirtschaft in der Ukraine.

Schwerpunktthemen der Zusammenarbeit im Agrar- und Ernährungsbereich sind:

  • Die Unterstützung landwirtschaftlicher Reformen in der Ukraine durch die gezielte Bereitstellung von Erfahrungen aus Deutschland und der Europäischen Union,
  • Kooperationen in den Bereichen Modernisierung der ukrainischen Landwirtschaft, Ausbau des Agrarhandels, Nutzung der Chancen des ökologischen Landbaus und Verbesserung der landwirtschaftlichen Ausbildung
    sowie
  • die Stärkung ländlicher Räume und die Förderung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung in der Ukraine.

Das Referat für Ernährung und Landwirtschaft beobachtet die agrarpolitische Entwicklung in der Ukraine und ist zentraler Ansprechpartner für Fragen zur deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft.

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Militärattachéstab

Der Militärattachéstab vertritt die militärpolitischen, militärischen, wehrtechnischen und rüstungswirtschaftlichen Interessen der Bundesrepublik Deutschland in der Ukraine und berät den Botschafter auf militärpolitischem und -fachlichem Gebiet.

Er repräsentiert die Bundeswehr im Gastland, analysiert und bewertet die Militärpolitik und das Wehrpotential der Streitkräfte der Ukraine.

Er sucht und fördert Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen den Streitkräften beider Staaten.

Der Militärattachéstab trägt mit seiner Berichterstattung zur Lagefeststellung und –beurteilung als Grundlage für Sicherheits- und militärpolitische Entscheidungen, insbesondere im Rahmen der Krisenfrüherkennung, bei.

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Verwaltung

Die Verwaltung der Botschaft ist zuständig für die interne Organisation der Botschaft, wie zum Beispiel Personal, Telekommunikationstechnik, Liegenschaften und Sicherheit.

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Sprachendienst

Durch seine dolmetscherische und übersetzerische Tätigkeit sorgt der Sprachendienst für die Kommunikation der Botschaft mit dem Gastland und leistet innerdeutschen Behörden sprachliche Unterstützung im deutsch-ukrainischen Verhältnis.

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