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Deutschland unterstützt den Naturschutz in den Karpaten

Autos

Am 28. Mai 2021 wurden in Mukachevo 10 Spezialfahrzeuge übergeben, die in 8 Naturschutzgebieten der Karpatenregion zur Unterstützung von Naturschutzaktivitäten zum Einsatz kommen sollen., © SNPA project

28.05.2021 - Pressemitteilung

Am 28. Mai 2021 wurden in Mukachevo 10 Spezialfahrzeuge übergeben, die in 8 Naturschutzgebieten der Karpatenregion zur Unterstützung von Naturschutzaktivitäten zum Einsatz kommen sollen.

Die Fahrzeuge, die im Rahmen des Projektes 'Unterstützung der Naturschutzgebiete in der Ukraine' ausgeliefert wurden, sind mit Geldern der deutschen Bundesregierung durch die KfW Entwicklungsbank finanziert worden.

Die Bundesrepublik Deutschland unterstützt die Regierung der Ukraine dabei, die außergewöhnliche und wertvolle Biodiversität der Region zu erhalten und zu stärken. Das Projekt 'Unterstützung der Naturschutzgebiete in der Ukraine' wird durch die deutsche Entwicklungsbank KfW mit 14 Millionen Euro finanziert. Am Freitag, dem 28. Mai 2021, wurden im Rahmen des Projektes 10 Spezialfahrzeuge in Mukachevo übergeben.

Die Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in der Ukraine, Frau Anka Feldhusen, sagte aus diesem Anlass:

„Die Karpaten kann man sicherlich als einen der größten Schätze der Ukraine betrachten. Für Wildtiere wie Pflanzen bieten sie einen in Europa einzigartigen Lebensraum. Umso mehr freue ich mich, dass Deutschland durch die über die KfW vergebenen 14 Millionen Euro einen Beitrag dazu leisten kann, das Management von Schutzgebieten zu verbessern.“

Durch die neuen Fahrzeuge sollen Effizienz und Effektivität der Arbeit der Schutzgebietsverwaltungen gesteigert werden. Denn um ihre allgemeinen und naturschutzfachlichen Aufgaben erfüllen zu können, benötigen die Mitarbeiter des staatlichen Naturschutzdienstes zuverlässige und geländegängige Transportmöglichkeiten. In vielen Fällen nutzen die Mitarbeiter des staatlichen Naturschutzdienstes bisher private Fahrzeuge oder legen lange Strecken zu Fuß zurück.

Im Rahmen des Vorhabens ist im Jahr 2021 zudem geplant, weitere Spezialfahrzeuge, Motorräder und sonstige benötigte Ausrüstung bereitzustellen. Zudem ist vorgesehen, die Schutzgebietsverwaltungen bei der Entwicklung von Managementplänen zu unterstützen, ein Kataster für die Schutzgebiete zu entwickeln, die Akzeptanz in der lokalen Bevölkerung für Naturschutzmaßnahmen zu stärken und die Entwicklung des Ökotourismus zu fördern.

Projektinformation

Die Ukraine besitzt, gemessen an ihrer Fläche, einen überproportional großen Anteil an Biodiversität in Europa, mit großen, für Europa einzigartigen Naturlandschaften. Allerdings geraten diese durch nicht nachhaltige Nutzung und fortschreitende Umwandlung natürlicher Lebensräume in Landwirtschafts- und Infrastrukturflächen unter enormen Druck. Das durch die deutsche Bundesregierung finanzierte Projekt 'Unterstützung von Naturschutzgebieten in der Ukraine' zielt darauf ab, das Management von vorerst 8 ausgewählten Schutzgebieten zu verbessern. Maßnahmen umfassen die Erstellung von Managementplänen und wichtiger Schutzgebietsinfrastruktur, die Beschaffung elementarer Ausrüstungsgegenstände sowie kapazitätsbildende Maßnahmen. Es wird im Rahmen der deutschen Finanziellen Zusammenarbeit durchgeführt und vom Bundesministerium für wirtschaftliche und entwicklungspolitische Zusammenarbeit (BMZ) mit einem Zuschuss in Höhe von 14 Millionen Euro finanziert.

Das Projekt wird von einem internationalen Konsortium bestehend aus AHT GROUP AG (Management) in Zusammenarbeit mit dem 'WWF International Danube-Carpathian Programme' und der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt umgesetzt. Das Ministerium für Umweltschutz und natürliche Ressourcen der Ukraine trägt die Gesamtverantwortung für die Projektdurchführung.

Die Zielgebiete des Projekts sind: Verhovyns'kyi Nationaler Naturpark, Vyszhnyts'kyi Nationaler Naturpark, Yavorivs'kyi Nationaler Naturpark, Uzhanskyi Nationaler Naturpark, Synevyr Nationaler Naturpark, Gorgany Naturreservat und Karpaten Biosphärenreservat.

Weitere Details zum Projekt finden Sie hier.

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