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Deutschland fördert Wohnraum für Binnenvertriebene

Botschafterin Feldhusen und der Stellvertretende Ministerpräsident Oleksi Resnikow haben ein Abkommen über finanzielle Zusammenarbeit unterzeichnet

Botschafterin Feldhusen und der Stellvertretende Ministerpräsident Oleksi Resnikow haben ein Abkommen über finanzielle Zusammenarbeit unterzeichnet, © Deutsche Botschaft

03.06.2020 - Pressemitteilung

Botschafterin Feldhusen und der Stellvertretende Ministerpräsident Oleksi Resnikow haben ein Abkommen über finanzielle Zusammenarbeit unterzeichnet. Damit stellt die Bundesregierung der Ukraine einen Zuschuss in Höhe von insgesamt 25,5 Mio. EUR bereit, um Wohnraum für Binnenvertriebene zu schaffen.

Ziel des von der KfW durchgeführten Vorhabens ist die Refinanzierung eines subventionierten, staatlichen Darlehensprogramms für den Erwerb von Wohneigentum. Abhängig von den tatsächlichen Darlehensvolumina können mit dem Zuschuss etwa 1.200 Darlehen refinanziert werden. Bis zu 5.000 Binnenvertriebene werden von dem Vorhaben profitieren, indem ihre Lebensbedingungen und ihre soziale Integration in den aufnehmenden Gemeinden verbessert werden. Während der übliche effektive Marktzins bis zu 25% p.a. betragen kann, können berechtigte Haushalte Darlehen aus dem staatlichen Darlehensprogramm zu rund 3% p.a. erhalten. Die Wohnfläche der zu finanzierenden Wohnungen darf dabei die vorgegebene Grenze des staatlichen Darlehensprogramms jedoch nicht überschreiten.

Obwohl ein signifikanter Teil der ukrainischen Binnenvertriebenen mittlerweile einer bezahlten Tätigkeit nachgeht, verfügt ein Großteil von ihnen bis heute über keinen bedarfsgerechten Wohnraum. Viele der oftmals von der Vertreibung und dem persönlichen und materiellen Verlust traumatisierten Familien haben nur eingeschränkten Zugang zu Wohnraum oder sind aufgrund kurz befristeter Mietverträge gezwungen, mehrmals im Jahr umzuziehen. Dadurch werden diese Familien einer stabilen Lebensgrundlage beraubt und ihre gesellschaftliche Teilhabe ist stark eingeschränkt – ihnen droht soziale Isolation. Gleichzeitig leben in etwa der Hälfte der betroffenen Haushalte Kinder, die dadurch in einem von Umbrüchen gekennzeichneten Umfeld aufwachsen müssen und deshalb in ihrer Entwicklung benachteiligt sind.

Mit diesem Projekt unterstützt Deutschland vom Krieg in der Ostukraine betroffene Menschen bei der Sicherung ihrer wirtschaftlichen und sozialen Existenz.

so Botschafterin Anka Feldhusen.

Um eine nachhaltige und strukturelle Verbesserung der staatlichen Darlehensvergabe an Binnenflüchtlinge zu fördern, wird das Vorhaben zusätzlich von einer unterstützenden Begleitmaßnahme flankiert, welche die relevanten staatlichen Stellen in ihren technischen und organisatorischen Kapazitäten stärkt.

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