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Deutsche Hilfe gegen Waldbrände rund um Tschernobyl

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17.04.2020 - Artikel

Im Auftrag der Bundesregierung übergibt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ab heute Spezialmaterial zur Eindämmung der Waldbrände rund um das ehemalige sowjetische Atomkraftwerk Tschernobyl an den ukrainischen Katastrophenschutz DSNS.

Vor Reisen in die Ukraine wird gewarnt. Deutsche Staatsangehörige sind dringend aufgefordert, das Land zu verlassen. Falls Sie das Land nicht auf einem sicheren Weg verlassen können, bleiben Sie vorläufig an einem geschützten Ort. Eine Evakuierung durch deutsche Behörden ist derzeit nicht möglich. Der Luftraum ist geschlossen. Eine Ausreise ist grundsätzlich auf dem Landweg möglich.
Die Deutsche Botschaft hat den Dienstbetrieb in Kiew in eingeschränkter Form wieder aufgenommen, nimmt bis auf Weiteres jedoch keine konsularischen Aufgaben wahr. Das Generalkonsulat in Donezk (mit Sitz in Dnipro) ist weiterhin geschlossen, ebenso das Büro der Honorarkonsulin in Charkiw.

Sie erreichen die Botschaft per E-Mail über das Kontaktformular.

Die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts finden Sie hier ; ein FAQ und weitere aktuelle Informationen unter www.diplo.de/ukraineaktuell

Die schnelle Hilfe umfasst 80 Dosimeter zur Messung der Radioaktivität und rund 15 km Feuerwehrschläuche.  Zudem läuft die Beschaffung eines speziell für Wald- und Vegetationsbrände ausgestatteten Tanklöschfahrzeugs. Die Hilfe hat einen Wert von 230.000 Euro.

„Wir sind froh zu hören, dass die Eindämmung der Brände Dank des großen Einsatzes des ukrainischen Katastrophenschutzes erfolgreich verläuft“, sagte Anka Feldhusen, Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in der Ukraine. „Um die tapferen Feuerwehrleute in ihrem Kampf zu unterstützen und abzusichern, haben wir schnell reagiert und in Absprache mit dem ukrainischen Katastrophenschutz Dosimeter, Feuerwehrschläuche und ein Feuerwehrfahrzeug beschafft.“

Die Bundesregierung unterstützt DSNS und das ukrainische Rote Kreuz seit 2015. Seitdem wurden 150 Feuerwehren in 120 Gemeinden neben Trainingsmaßnahmen mit neuer Ausrüstung ausgestattet: Unter anderem wurden 2000 Atemschutzgeräte, 5500 Vollgesichtsmasken, 4100 persönliche Schutzanzüge, 240 Kilometer Feuerwehrschlauch, 50 Wasserpumpen, 60 Tonnen  Schaumlöschmittel, 12 Krankenwagen, 50 Feuerwehrfahrzeuge und jeweils 3500 Paar Feuerwehrhandschuhe, Feuerwehrstiefel und Helme an die Partner übergeben. Durch den Einsatz der technischen Ausrüstung und Beratung ist die Gefahr gesundheitlicher Schäden für die Einsatzkräfte deutlich gesunken. Die Anzahl der Brandopfer verringerte sich seit Beginn der Unterstützung um 30 Prozent.

Zur Bekämpfung von COVID-19 erhielt DSNS in der vergangenen Woche im Auftrag der Bundesregierung Schutzmasken und Schutzanzüge sowie mobile Desinfektionsgeräte im Wert von 175.000 Euro.

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