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Besondere Ehre: Nadeshda Slessarewa erhält den Bundesverdienstorden am Bande für ihr langjähriges Engagement für die Rechte ehemaliger Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter im Nationalsozialismus

19.09.2019 - Artikel
Verleihung des Bundesverdienstordens an Nadeshda Slessarewa
Verleihung des Bundesverdienstordens an Nadeshda Slessarewa© Deutsche Botschaft Kiew

Die Auszeichnung würdigt die Verdienste von Nadeshda Slessarewa, die im September 1943 von der deutschen Besatzung in das Konzentrationslager Stutthoff deportiert wurde und dort selbst Opfer von Zwangsarbeit war. Nach ihrer Rückkehr in die Ukraine leistete sie als studierte Ingenieurin einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau der Ukraine und engagierte sich in ihrer eigenen Organisation „Nadiia“ und in Zusammenarbeit mit dem Berliner Verein „Kontakte-Kontakty e.V.“ für die Anerkennung und Entschädigung von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern in der Ukraine. Ihr Engagement gab vielen Betroffenen eine Stimme, schuf einen Raum für Dialog.

Bundesverdienstorden
Bundesverdienstorden© Deutsche Botschaft Kiew

Der Bundesverdienstorden am Bande wurde Nadeshda Slessarewa gestern von Botschafterin Michaela Küchler, Sonderbeauftragte für Beziehungen zu jüdischen Organisationen, Antisemitismus und Antiziganismus übergeben. Der Orden stellt die höchste zivile Anerkennung der Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl dar und wird in- und ausländischen Bürgerinnen und Bürgern für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen sowie für besondere Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Mit der Verleihung des Bundesverdienstordens möchte Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf hervorragende Leistungen lenken, denen er für das Gemeinwesen besondere Bedeutung beimisst.

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