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Deutsche Unterstützung für den ukrainischen Katastrophenschutz

Der Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe Christoph Unger übergibt Ausstattung für den ukrainischen Staatsdienst für Katastrophenschutz

Der Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe Christoph Unger übergibt Ausstattung für den ukrainischen Staatsdienst für Katastrophenschutz, © Deutsche Botschaft Kiew

09.11.2018 - Artikel

Der Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe Christoph Unger übergibt Ausstattung im Wert von 643.000 Euro.

Die heutige Übergabe eines Infrarot-Fernerkundungsgeräts SIGIS 2 und IT-Ausstattung für Stabsübungsräume fand im Rahmen eines gemeinsamen Projekts des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe mit dem ukrainischen Staatsdienst für Katastrophenschutz statt.

Zusammenarbeit im Rahmen der „Globalen Partnerschaft“

Die Übergabe fand im Rahmen eines gemeinsamen Projekts des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe mit dem ukrainischen Staatsdienst für Katastrophenschutz statt.
Die Übergabe fand im Rahmen eines gemeinsamen Projekts des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe mit dem ukrainischen Staatsdienst für Katastrophenschutz statt.© Staatsdienst für Katastrophenschutz der Ukraine DSNS

Das Projekt ist Teil der umfassenden deutsch-ukrainischen Zusammenarbeit in den Bereichen der chemischen und biologischen Sicherheit sowie der nuklearen/radiologischen Sicherung. Insgesamt bis zu 17,5 Mio. Euro stellt das Auswärtige Amt hierfür im Rahmen der G7-Initiative „Globale Partnerschaft gegen die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und –materialien“ (CBRN) bereit.

Ziel ist es, den Schutz der ukrainischen Zivilbevölkerung durch die Stärkung von staatlichen Stellen und deren Fähigkeiten in der zivilen CBRN-Gefahrenabwehr zu verbessern.

Aufbau der Kapazitäten des ukrainischen Katastrophenschutzes

Die Übergabe fand im Rahmen eines gemeinsamen Projekts des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe mit dem ukrainischen Staatsdienst für Katastrophenschutz statt.
Die Übergabe fand im Rahmen eines gemeinsamen Projekts des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe mit dem ukrainischen Staatsdienst für Katastrophenschutz statt.© Staatsdienst für Katastrophenschutz der Ukraine DSNS

Mit einem Programm des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung setzt sich Deutschland zusätzlich für die Verbesserung des ukrainischen Zivil- und Katastrophenschutzes ein. Das Ministerium fördert im Rahmen eines Infrastrukturprogramms seit 2016 in der Komponente „Stärkung der Kapazitäten des ukrainischen Katastrophenschutzes“ den ukrainischen Staatsdienst für Katastrophenschutz mit bis dato ca. 18,8 Mio. Euro.

Bereits in den ersten zwei Jahren des Projekts konnten 150 Einheiten in 120 Kommunen mit neuer Ausrüstung (Atemschutzgeräte, Vollgesichtsmasken, persönliche Schutzanzüge, Feuerwehrhandschuhe, Feuerwehrschlauch, Wasserpumpen, robuste Krankenwagen) ausgestattet werden. In Schulungen, Übungen und auf Delegationsreisen lernten seit Projektbeginn rund 700 Einsatzkräfte mehr über die Ortung von Verletzten, den Einsatz von Rettungs- und Therapiehunden oder über Höhlenrettung.

Deutschland ermöglicht auch kurzfristige Hilfe

Die enge Zusammenarbeit Deutschlands und der Ukraine beim Aufbau der Kapazitäten des Katastrophenschutzes erlaubt es uns auch, innerhalb kürzester Zeit auf Notfälle zu reagieren. Als Anfang Oktober das Munitionsdepot in Itschnja explodierte, war Deutschland in der Lage innerhalb von 30 Stunden 90 Atemschutzgeräte und 90 Brandschutzanzüge zur Verfügung stellen zu können.

Das SIGIS 2

Das heute übergebene SIGIS 2 eignet sich zur Identifikation, Quantifizierung und Visualisierung von Gefahrstoffwolken aus großen Entfernungen und wird in Deutschland bei Großveranstaltungen wie der Fußballweltmeisterschaft 2006 oder dem NATO-Gipfel 2009 eingesetzt.

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