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Erklärung der Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung zum Angriff auf ein Roma-Camp in der Ukraine

Bärbel Kofler

Bärbel Kofler, © Photothek/Gottschalk

26.06.2018 - Artikel

Zum Angriff auf ein Roma-Camp in der Ukraine erklärte die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, Bärbel Kofler, heute (26.06.):

„Ich habe mit großer Bestürzung vernommen, dass es am Abend des 23.06. erneut einen Angriff auf ein Roma-Camp in der Ukraine gegeben hat, bei dem ein 24-jähriger Mann ums Leben kam. Vier weitere Personen, darunter eine Frau und ein 10-jähriges Kind, wurden mit Messerstichen verletzt.

Diese grausame Tat zeigt, dass das Verhältnis zur größten ethnischen Minderheit in Teilen der Gesellschaft Europas nach wie vor von Ausgrenzung, Intoleranz und Gewalt geprägt ist. Damit dürfen wir uns nicht abfinden. Religiösen, ethnischen und kulturellen Minderheiten muss mit Respekt begegnet werden, sie müssen in der Ukraine genau wie überall in Europa und auf der Welt gefahrlos leben können.

Eine vollständige Aufklärung und Ahndung dieser schrecklichen Tat durch die ukrainischen Behörden und Gerichte ist äußerst wichtig. Menschenrechtsschutz, und somit auch der Schutz von Minderheiten, hat für uns größte Bedeutung.“